Schlagwörter: Gentrifizierung

[Genua] Pellicceria Occupata von Bullen geräumt!

Am Mittwoch, 14.12. ab 06.30 Uhr wurde die Pellicceria Occupata in Genua von Bullen umstellt und geräumt.

Das Haus in der genuesischen Altstadt unweit des Hafens wurde 2012 besetzt, nachdem das Kollektiv aus einem jahrelang besetzt gehaltenen Gebäude in der Via Giustiniani geräumt wurde.

Die Pellicceria Occupata bot in ihren Räumen u.a. Platz für eine Bibliothek, eine Sporthalle, einen Umsonstflohmarkt, ein Kino und Bewohner*innen. Schon vor Monaten versuchte die Stadt, das Kollektiv aus dem Gebäude zu vertreiben, indem sie Wasser und Strom abschaltete, was u.a. die Einrichtung einer Krankenstation für Menschen ohne Papiere verhinderte und dazu führte, dass das Gebäude schon seit längerer Zeit nicht mehr dauerhaft bewohnt werden konnte.

Die Bewohner*innen ließen sich jedoch nicht klein kriegen und betrieben viele der Projekte im Haus weiter und suchten bis zuletzt nach einer Lösung für die fehlende Wasser- und Energieversorgung. Weiterlesen

Bericht & Bilder: Solidemo HG/M99 bleibt!

Am 07.08.2016 fand in Berlin-Kreuzberg eine Solidemo gegen die bevorstehende Zwangsräumung des Gemischtwarenladens für Revolutionsbedarf M99 statt.
Der Ladenbesitzer HG betreibt das Geschäft seit mehr als dreißig Jahren, das seither ein wichtiger Anlaufpunkt für Linke, Alternative und Autonome auch über die Grenzen Berlins und Deutschlands hinaus ist.

An der Demonstration beteiligten sich ca. 500 solidarische Anwohner*innen und Unterstützer*innen. Begleitet wurde die Demo von Sprechchören wie „M99, Friedel bleibt – One struggle, one fight!“ und „Die Häuser denen, die sie brauchen!“. Weiterlesen

#Rigaer94 – Die Geister, die ihr rieft!

Am 22.06.16 wurde das Hausprojekt Rigaer Straße 94 unter einem massiven Bullenaufgebot teilgeräumt. Seitdem wird das Haus von Cops und Securities belagert, Bewohner*innen, Nachbar*innen und Unterstützer*innen werden terrorisiert. Drei Menschen aus dem Haus und dessen Umfeld erzählen von ihren Erlebnissen.

Infos: rigaer94.squat.net & twitter.com/rigaer94

Spendenkonto:

Netzwerk Selbsthilfe e.V.
KTO: 7403887018
BLZ: 10090000
Berliner Volksbank
Stichwort: R94 2516

Videobericht „Organize“-Demo 30.04.2016 Berlin-Wedding


Am 30.04.2016 fand in Berlin-Wedding die antikapitalistische Demonstration „Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ statt. Es beteiligten sich über 5000 Menschen an dem Protest gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und weitere kapitalistische Missstände und forderten bezahlbaren Wohnraum für alle und eine menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete.

Der Demonstrationszug zog vom U-Bahnhof Osloer Straße vorbei an vielen stadtpolitisch wichtigen Punkten wie der Koloniestraße und dem neu bebauten Areal am Mauerpark bis zum U-Bahnhof Bernauer Straße.

Die Cops waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Demonstration verlief friedlich und es gab keine Festnahmen.

Weitere Infos:
haendewegvomwedding.blogsport.eu
koloniestrasse-mieterprotest.de

Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

30.04.2016 | 16:30 Uhr
U-Bhf Osloer Straße | Berlin – Wedding

Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Am 30.04. gehen wir gemeinsam auf die Straße. Zusammen wollen wir etwas dagegen tun, dass das Leben in unserem Kiez täglich beschissener wird. Die Mieten steigen und für viele reicht das Geld kaum zum Leben. Entweder ist der Lohn zu niedrig, die Arbeitsbedingungen erdrückend oder das Jobcenter zahlt nicht. Immer mehr Menschen können sich ihre Wohnungen oder Läden nicht mehr leisten. Im schlimmsten Fall droht die Zwangsräumung.

MobiVideo 30.04.2016 | Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Die herrschende Politik kennt die Probleme, doch sie schaut weg und verschlimmert sie. Die Stadt wird dem Markt überlassen. Anstatt bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen, werden Luxusprojekte für wenige unterstützt. Überall in Berlin ist das so – nicht nur im Wedding. Wir erleben einen unsozialen Umbau der Stadt, die nur noch ein Produkt kapitalistischer Interessen ist. Das Motto lautet: Arme raus – Reiche rein! Das betrifft nicht nur Menschen, die bereits länger hier wohnen. So müssen Geflüchtete unter menschenverachtenden Bedingungen in Lagern leben und die Lagerindustrie verdient auch noch Geld an ihnen. Im Ringen um Profite wird dabei stets versucht, diejenigen gegeneinander auszuspielen, die ohnehin ausgebeutet und ausgegrenzt werden. Gleichzeitig nimmt die staatliche Überwachung und Gewaltausübung durch immer mehr Polizei und private Sicherheitsdienste weiter zu. Ständige rassistische und erniedrigende Kontrollen auf Straßen und Bahnhöfen prägen unser Leben. Sogenannte Gefahrengebiete schaffen rechtsfreie Räume, in denen Polizeigewalt zum Normalzustand wird.

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