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Nicht die „Zeit zu schweigen“, es ist die Zeit des Widerstands

Dieser Text wurde zuerst als Gastbeitrag im re:volt magazin veröffentlicht.

Demo-Schutz am 03.02.2018 in Genua // © Left Report

Im Januar 2018 greifen Nazis in Genua eine Gruppe Antifaschist*innen an. Ein Antifaschist wird dabei niedergestochen. Er muss mit einer schweren Verletzung am Rücken im Krankenhaus behandelt werden, überlebt den Angriff jedoch. Die AngreiferInnen können dem neuen „CasaPound“ zugeordnet werden. Ein breites antifaschistisches Bündnis hatte schon vorher zu einer Demonstration gegen die Nazi-Zentren, gegen Rassismus und faschistische Tendenzen mobilisiert und erhält nun in Folge des Angriffs internationale Unterstützung. Auch das Medienkollektiv, Left Report, entschied sich, nach Genua zu fahren und von der Demonstration zu berichten.

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VIDEO: CORTEO ANTIFASCISTA // ANTIFA-DEMO in GENUA am 03.02.2018

Über 6000 Menschen beteiligten sich an der Demonstration in Genua // CC BY-SA DE @ Left Report

ENGLISH VERSION BELOW
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Am 03. Februar fand in Genua eine große Antifa-Demonstration statt, die vom Bündnis „Genova Antifascista“ organisiert wurde.

Die Demonstration wurde anlässlich der Eröffnung zweier Neonazi-Zentren in der Stadt veranstaltet. Eines davon ist ein Büro der neofaschistischen HausbesetzerInnenbewegung „CasaPound“, die nationalistische und rassistische Positionen vertritt und die Durchsetzung sozialer Maßnahmen für eine rein weiße italienische Bevölkerung anstrebt.

VIDEO WITH GERMAN & ENGLISH SUBTITLES

Die Demonstration startete an der Piazza De Ferrari und zog durch die Genueser Innenstadt. Sie führte an der Piazza Alimonda vorbei, wo 2001 Carlo Giuliani während der Proteste gegen den G8-Gipfel von Polizisten ermordet wurde, und in deren unmittelbarer Nähe sich das CasaPound befindet. Die zum Büro führenden Straßen wurden von der Polizei, die sich ansonsten während der Demonstration im Hintergrund hielt, komplett abgeriegelt.

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Bilder: Antifa-Demo gegen das CasaPound in Genova

Über 6000 Menschen demonstrierten am 03.02.2018 in Genua gegen das neue CasaPound…

Am 03.02.2018 waren wir in Genua / Italien, um uns an der Demonstration gegen das neue CasaPound zu beteiligen. Im Vorfeld gab es eine Messeratacke auf einen Antifaschisten, der für die Demo Plakate aufhängte.

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Hier ein paar Bilder als kleiner Vorgeschmack – Wir arbeiten momentan an einem Videobericht mit Interview.

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Genova – città antifascista // Zur Messerattacke auf einen genuesischen Antifaschisten

Demo nach dem Angriff in Genua | Quelle: Facebook    @ Genova Antifascista

Genova – città antifascista

Zur Messerattacke auf einen genuesischen Antifaschisten

Am späten Abend des 12. Januar wurden Antifaschist*innen in Genua überraschend von Nazis attackiert, während sie Plakate für eine Demonstration klebten. Die Gruppe von ca. 30 Neonazis war mit Messern, Flaschen und Gürteln bewaffnet1. Bei dem Angriff erlitt einer der Antifaschisten eine schwere Stichwunde am Rücken, überlebte jedoch.

Die Angreifer können dem neuen Casa Pound in Genua zugeordnet werden, welches erst im November letzten Jahres eröffnete. Casa Pound ist eine neonazistische HausbesetzerInnenbewegung und Partei, die sich einen sozialen Anstrich gibt, tatsächlich aber klar rassistische und faschistische Positionen vertritt und durch vermeintlich gemeinnützige Arbeit die italienische Bevölkerung für ihre Ziele gewinnen will. Die Bewegung, die sich auf den Mussolini-Anhänger Ezra Pound bezieht, eröffnete seit ihrer Gründung im Jahr 2003 in mehreren italienischen Städten eigene Zentren – so nun auch in Genua, einer Stadt, die zuvor eher von starken antifaschistischen Strukturen geprägt war und in der es wenig nennenswerte Naziaktivitäten gab. Weiterlesen

[Genua] Pellicceria Occupata von Bullen geräumt!

Am Mittwoch, 14.12. ab 06.30 Uhr wurde die Pellicceria Occupata in Genua von Bullen umstellt und geräumt.

Das Haus in der genuesischen Altstadt unweit des Hafens wurde 2012 besetzt, nachdem das Kollektiv aus einem jahrelang besetzt gehaltenen Gebäude in der Via Giustiniani geräumt wurde.

Die Pellicceria Occupata bot in ihren Räumen u.a. Platz für eine Bibliothek, eine Sporthalle, einen Umsonstflohmarkt, ein Kino und Bewohner*innen. Schon vor Monaten versuchte die Stadt, das Kollektiv aus dem Gebäude zu vertreiben, indem sie Wasser und Strom abschaltete, was u.a. die Einrichtung einer Krankenstation für Menschen ohne Papiere verhinderte und dazu führte, dass das Gebäude schon seit längerer Zeit nicht mehr dauerhaft bewohnt werden konnte.

Die Bewohner*innen ließen sich jedoch nicht klein kriegen und betrieben viele der Projekte im Haus weiter und suchten bis zuletzt nach einer Lösung für die fehlende Wasser- und Energieversorgung. Weiterlesen