Schlagwörter: Hände weg vom Wedding

Videobericht „Organize“-Demo 30.04.2016 Berlin-Wedding


Am 30.04.2016 fand in Berlin-Wedding die antikapitalistische Demonstration „Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ statt. Es beteiligten sich über 5000 Menschen an dem Protest gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und weitere kapitalistische Missstände und forderten bezahlbaren Wohnraum für alle und eine menschenwürdige Unterbringung für Geflüchtete.

Der Demonstrationszug zog vom U-Bahnhof Osloer Straße vorbei an vielen stadtpolitisch wichtigen Punkten wie der Koloniestraße und dem neu bebauten Areal am Mauerpark bis zum U-Bahnhof Bernauer Straße.

Die Cops waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Demonstration verlief friedlich und es gab keine Festnahmen.

Weitere Infos:
haendewegvomwedding.blogsport.eu
koloniestrasse-mieterprotest.de

Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

30.04.2016 | 16:30 Uhr
U-Bhf Osloer Straße | Berlin – Wedding

Organize – Nachbar*innen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Am 30.04. gehen wir gemeinsam auf die Straße. Zusammen wollen wir etwas dagegen tun, dass das Leben in unserem Kiez täglich beschissener wird. Die Mieten steigen und für viele reicht das Geld kaum zum Leben. Entweder ist der Lohn zu niedrig, die Arbeitsbedingungen erdrückend oder das Jobcenter zahlt nicht. Immer mehr Menschen können sich ihre Wohnungen oder Läden nicht mehr leisten. Im schlimmsten Fall droht die Zwangsräumung.

MobiVideo 30.04.2016 | Organize – Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung

Die herrschende Politik kennt die Probleme, doch sie schaut weg und verschlimmert sie. Die Stadt wird dem Markt überlassen. Anstatt bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen, werden Luxusprojekte für wenige unterstützt. Überall in Berlin ist das so – nicht nur im Wedding. Wir erleben einen unsozialen Umbau der Stadt, die nur noch ein Produkt kapitalistischer Interessen ist. Das Motto lautet: Arme raus – Reiche rein! Das betrifft nicht nur Menschen, die bereits länger hier wohnen. So müssen Geflüchtete unter menschenverachtenden Bedingungen in Lagern leben und die Lagerindustrie verdient auch noch Geld an ihnen. Im Ringen um Profite wird dabei stets versucht, diejenigen gegeneinander auszuspielen, die ohnehin ausgebeutet und ausgegrenzt werden. Gleichzeitig nimmt die staatliche Überwachung und Gewaltausübung durch immer mehr Polizei und private Sicherheitsdienste weiter zu. Ständige rassistische und erniedrigende Kontrollen auf Straßen und Bahnhöfen prägen unser Leben. Sogenannte Gefahrengebiete schaffen rechtsfreie Räume, in denen Polizeigewalt zum Normalzustand wird.

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28.10.2015 – Hausverwaltung besucht

SchaaleBilder auf Flickr: https://flic.kr/s/aHskoaYbbz

Pressemitteilung:

Gestern ging die stadtpolitische Daily Soap „Verdrängt in Berlin“ in eine neue Runde. Nachdem die ersten Episoden über das Zwangsräumungsverfahren einer WG aus der Dubliner Straße im Wedding bereits im Netz und auf der Straße für Aufmerksamkeit sorgten, war es Zeit für einen Vor-Ort-Termin. Hierzu besuchten zahlreiche Aktivist*innen verschiedener stadtteilpolitischer Gruppen das Büro der Martina-Schaale Hausverwaltung in der Kantstraße 99 in Berlin Charlottenburg.

Sie ist mitverantwortlich für das Zwangsräumungsverfahren der WG und damit ein quasi filmreifer Star der Daily Soap. Und so ein Star hat natürlich „Fans“. Dementsprechend wurde vor dem Büro ein roter Teppich ausgerollt und ein „Mitarbeiter der Hausverwaltung“ von zahllosen überwältigten Fans angehimmelt. Eifrig wurden Selfies gemacht und Autogrammkarten mit „Home Sweet Homeless“-Aufdruck unterschrieben.

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